🎮 Gaming: Altersfreigaben, Lootboxen und In-App-Käufe
Kurz gesagt: Die USK-Freigabe (0, 6, 12, 16, 18) sagt, ab welchem Alter ein Spiel unbedenklich ist – seit 2023 stehen daneben auch Hinweise auf Chats, In-Game-Käufe und Lootboxen. Lootboxen sind Überraschungspakete mit Zufallsinhalt; Studien zeigen Zusammenhänge mit problematischem Glücksspielverhalten. Käufe in Konsole, Store und Spielekonto am besten mit PIN schützen oder abschalten.
Spielen ist für viele Kinder ein wichtiger Teil ihrer Freizeit – mit Freunden, Kreativität und Erfolgserlebnissen. Damit es dabei bleibt, lohnt ein Blick auf zwei Dinge: Altersfreigaben und Kaufmechanismen.
Das sagt die Forschung
Die Altersfreigabe der USK (0, 6, 12, 16, 18) sagt nichts darüber, ob ein Spiel pädagogisch wertvoll ist, sondern ab welchem Alter es unbedenklich ist. Seit Januar 2023 darf die USK dabei auch Online-Risiken berücksichtigen, etwa Chats, In-Game-Käufe oder Lootboxen. Hinweise dazu stehen neben dem Alterszeichen – auf der Verpackung, in den Shops und in der USK-Datenbank. Spiele wie EA SPORTS FC werden deshalb seit 2024 erst ab 12 freigegeben.
Lootboxen sind virtuelle Überraschungspakete, deren Inhalt vom Zufall abhängt. Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen dem Geldausgeben für Lootboxen und problematischem Glücksspielverhalten (u. a. PLOS ONE, 2018).
Laut der Mediensucht-Studie von DAK und UKE (2025) spielen rund 12 Prozent der 10- bis 17-Jährigen auf problematische Weise, 3,4 Prozent gelten als abhängig. Die deutsche Leitlinie rät außerdem: keine eigene Spielkonsole vor 9 Jahren – Kinder mit eigener Konsole spielen etwa doppelt so viel.
Das heißt für euch
- Vor dem Kauf die USK-Freigabe und die Zusatzhinweise (Chat, Käufe) prüfen.
- Neue Spiele die ersten Male gemeinsam spielen – so seht ihr, worum es geht und wer mitspielt.
- Käufe in Konsole, Store und Spielekonto mit PIN schützen oder abschalten.
- Keine Zahlungsdaten im Konto des Kindes speichern; wenn, dann Guthaben mit festem Betrag.
- In Tendaroo sperrt „Käufe blockieren“ gängige Shops und Bezahlseiten auf dem PC. Auf Android-Geräten stellt ihr dafür in Google Play die Bestätigung von Käufen auf „Immer“.
- Mehr dazu: YouTube und Streaming
Häufige Fragen
Was bedeuten die USK-Hinweise wie „In-Game-Käufe“?
Seit 2023 weist die USK neben der Altersfreigabe auf Online-Risiken hin, etwa Kaufmöglichkeiten, Chats oder Lootboxen. Sie stehen neben dem Alterszeichen.
Sind Lootboxen Glücksspiel?
Rechtlich in Deutschland bisher nicht, sie werden aber als Risiko bei der Altersfreigabe berücksichtigt. Studien zeigen Zusammenhänge mit problematischem Glücksspielverhalten.
Ab wann ist eine eigene Spielkonsole sinnvoll?
Die deutsche Leitlinie rät: keine eigene Spielkonsole vor 9 Jahren. Kinder mit eigener Konsole spielen etwa doppelt so viel.
Wie verhindere ich In-Game-Käufe?
Käufe in Konsole, Store und Spielekonto mit PIN schützen oder abschalten und keine Zahlungsdaten im Konto des Kindes speichern – wenn, dann Guthaben mit festem Betrag.
Ab wie vielen Jahren ist EA SPORTS FC freigegeben?
Seit 2024 ab 12 Jahren. Die USK berücksichtigt seit 2023 auch Online-Risiken wie In-Game-Käufe.
Wie sperre ich In-App-Käufe auf Android?
In der Google-Play-App aufs Profilbild tippen, dann „Zahlungen & Abos“ → „Bestätigung von Käufen“ und dort „Immer“ wählen. Dann muss jeder Kauf mit dem Passwort oder der Biometrie des Google-Kontos bestätigt werden.
Quellen
Passt dazu
Wer schreibt hier?
Zusammengestellt von Felix, Vater und Entwickler von Tendaroo, auf Grundlage der genannten Leitlinien und Studien. Jeder Beitrag nennt seine Quellen und das Datum des letzten Stands. Die Beiträge ersetzen keine ärztliche oder therapeutische Beratung.
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